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Ist Ihr Unternehmen bereit für Windows 10?

Es ist wieder soweit. Die Veröffentlichung von Windows 10 steht vor der Tür und wie immer, wenn ein neues Windows-Betriebssystem eingeführt wird, stehen Nutzer dem Update mit einer Mischung aus Besorgnis, Neugierde und Irritation entgegen. Es scheint gerade so, als ob immer dann, wenn man sich an eine Windows-Version gewöhnt hat, eine neue mit einer komplett überarbeiteten Benutzeroberfläche und neuen Funktionen veröffentlicht wird. Dass das Updaten einer großen Zahl von Endgeräten und Desktops eine gewaltige Aufgabe darstellt, macht das Ganze nur noch unangenehmer. Viele IT-Teams gehen dieser Aufgabe nur allzu gern so lange aus dem Weg, bis schließlich eine Massenmigration nötig wird. Häufig – sei es aus Gründen der Machbarkeit oder der Bequemlichkeit – geht die Einführung eines neuen Betriebssystems auch mit der Anschaffung neuer Geräte einher, auf denen die neue Version bereits installiert ist. Auch bei der Ende Juli bevorstehenden Veröffentlichung von Windows 10 wird es so oder ähnlich ablaufen.

Jenseits des natürlichen Gerätezyklus gibt es jedoch überzeugende Gründe für den Umstieg auf Windows 10 – die verbesserte Benutzerfreundlichkeit ist der wichtigste. Seinerzeit erfolgte der Wechsel auf Windows 7 in vielen Unternehmen vor allem zu dem Zweck, das benutzerunfreundlichere Windows Vista abzulösen. Ebenso dürften Unternehmen, die bereits früh auf Windows 10 umsteigen, ihre Mitarbeiter von den Herausforderungen und Problemen, die Windows 8 seinen Nutzern stellt, befreien wollen. In der Tat fühlt sich Windows 10 eher wie Windows 7 als wie dessen Nachfolger an, obwohl die umstrittene Kacheloberfläche beibehalten wurde. Funktionen wie das klassische Start-Menü und die Taskleiste wurden wieder eingeführt, während das oft verschmähte Charms-Menü aufgegeben wurde. Die wohl wichtigste Funktion von Windows 10 ist allerdings seine Fähigkeit, Applikationen aus anderen Betriebssystemen (z.B. Linux, iOS, Android) portieren zu können. Dies ist besonders vorteilhaft für mobile Editionen von Windows 10.

In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass etwa 15% aller Unternehmen immer noch das veraltete Windows XP nutzen. XP wurde bereits 2001 veröffentlicht – zu einer Zeit, in der man unter „Mobile Device“ noch Stift und Notizblock verstand. Es ist schon längst an der Zeit, sich von Windows XP zu verabschieden und für viele Unternehmen bietet die Veröffentlichung von Windows 10 die beste Möglichkeit dafür.

Obwohl Windows 10 designt wurde, um die OS-Architektur auf verschiedensten Endgeräten zu vereinheitlichen, bringt Microsoft sieben verschiedene Versionen des Betriebssystems auf den Markt: Home Edition, Enterprise Edition, Professional Edition, Education Edition, Mobile Edition, Mobile Enterprise Edition sowie eine Internet of Things (IoT) Edition. Die viel geschmähte Windows RT Tablet Edition wird nicht neu aufgelegt. Für existierende Windows 7- und Windows 8.1-Systeme stehen die Home und Professional Editionen von Windows 10 ein Jahr lang als kostenloses Update zur Verfügung – ein starker Anreiz für einen frühen Umstieg auf Windows 10.

Natürlich ist die größte Herausforderung für Unternehmen, eine große Zahl von PCs und mobilen Endgeräten auf das neue Betriebssystem umzustellen, ohne dabei die Produktivität zu mindern. Zwar bietet Microsoft ein Migrationstool für Windows 7 und Windows 8 an, Windows XP und Vista benötigen allerdings eine vollständige Systeminstallation. So oder so ist die manuelle Migration auf hunderten, tausenden oder sogar auf millionen von Endgeräten für die allermeisten Unternehmen höchst unpraktisch, ineffizient und zu kostenintensiv. Weitaus effektiver sind automatisierte Migrationslösungen, die eine zentralisierte Planung, Konfiguration und Implementierung von Windows 10 ermöglichen. Eine solche automatisierte Lösung sollte Folgendes leisten können:

  • Asset Management – Die Vorbereitung zum Umstieg auf Windows 10 beginnt mit dem Wissen um die Ressourcen und Anforderungen des Unternehmens. Eine vollständige Bestandsaufnahme des Support Stack ist essentiell und sollte sowohl den Bestand an Hardware (Systemmodell, CPU, Speicher, End- und Peripheriegeräte) sowie Software (Applikationen, Treiber und Systemtools) miteinschließen. Diese Informationen werden gebraucht, um schon im Vorhinein Probleme identifizieren zu können, die während der Migration auftreten könnten. Zudem können durch die Bestandsaufnahme Prioritäten gesetzt werden, welche Arbeitsschritte wo als erstes ausgeführt werden sollen.
  • Rollenbasiertes Management – Nutzerprofile einschließlich Konfigurationen und Zugriffsrechte werden entsprechend der Tätigkeitsbereiche der Nutzer gruppiert. Im Idealfall werden diese Nutzerrollen in einen internen IT Listing Service, etwa Active Directory oder LDAP, importiert, um die Konsistenz innerhalb des Unternehmens zu wahren.
  • Zentralisierte Systempacketierung – Mit diesem Feature werden alle Betriebssysteme, Treiber, Applikationen und Patches gebündelt, um die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Endpunkts zu erfüllen. Zusätzlich sollten alle Konfigurationsanforderungen (z.B. Nutzungspräferenzen oder Sicherheitseinstellungen) automatisiert und in das Bereitstellungspaket integriert werden.
  • Multicasting und Terminierung bei der Softwarebereitstellung – Multicasting ermöglicht, dass mehrere Systeme gleichzeitig auf das neue Betriebssystem umgestellt werden können. Zwar ist dieser Vorgang schnell, jedoch kann er das Netzwerk, das u. U. auch für die Produktion von Bedeutung ist, unnötig auslasten. Durch eine gezielte Planung der Softwarebereitstellung kann eine Überlastung umgangen werden, indem die Systemmigration außerhalb der Hauptbetriebszeit (z.B. abends oder an Wochenenden) durchgeführt oder gestreut wird, um die Belastung für das System zu minimieren.
  • Reboot Management – Einige Betriebssysteme, Applikationen, Treiber, Patches und Installationsprozesse benötigen einen Systemneustart. Durch Reboot Management wird sichergestellt, dass Anwendungen automatisch und ohne Eingreifen eines Administrators über den gesamten Installationsprozess hinweg getrackt und gemanagt werden.
  • Überwachung des Migrationsprozesses – Da viele Installationsschritte gleichzeitig ablaufen kann es schnell passieren, dass Installations- und Konfigurationsfehler übersehen werden. Je schneller solche Fehler gefunden werden, desto schneller können sie auch wieder behoben werden. Zudem kann verhindert werden, dass ähnliche Probleme auch auf weiteren Endgeräten auftreten.

Wenn Sie also der Umstellung auf Windows 10 statt mit Angst mit Vorfreude entgegentreten wollen, benötigen Sie die geeigneten, automatisierten Migrationslösungen. Und der Umstieg auf das neue Microsoft-Betriebssystem macht Sinn, denn Windows 10 bietet mehr Applikationen und eine standardisierte Benutzeroberfläche auf allen Endgeräten. Dadurch wird die Nutzerproduktivität erhöht und das IT-Management vereinfacht. Mit Veränderung geht immer auch Besorgnis einher. Aber richtig ausgeführt kann gut geplante, strategische Veränderung einen Wettbewerbsvorteil bedeuten, vor allem heutzutage, da sich Märkte und Anforderungen stetig verändern.