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Über die Apple Watch und den Einsatz von Smartwatches in Unternehmen

Lesen Sie einmal die Kommentare unter einem Online-Review über die Apple Watch – oder irgendeiner anderen Smartwatch – und Sie werden feststellen, dass viele Nutzer von vornherein Einwände und Bedenken gegen dieses neue Gadget haben. Viele behaupten, die Uhr sei hässlich, zu teuer oder schlichtweg überflüssig. Sie werden auch Kommentare lesen wie „ich bleibe lieber bei meiner guten alten Armbanduhr“, „ich bin kein Apple-Fan“ oder „ich mag kein Android“ und so weiter. In der Tat kann man die Smartwatch aus Unternehmensperspektive nur allzu leicht als überflüssiges Luxusspielzeug abtun, wie es viele bereits getan haben. Allerdings gab es auch bei der Einführung der Smartphones Schwarzseher und auch IBM glaubte seiner Zeit nicht an den Erfolg des PCs, was dazu führte, dass das Unternehmen zusehen musste, wie Microsoft jahrelang den Markt dominierte. Menschen können sich also irren und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Smartphone und PC einen überwältigenden Einfluss auf die moderne Arbeitsweise in Unternehmen hatten.

Die Einführung von Smartwatches in Unternehmen wird vorerst wohl nur vereinzelt stattfinden. Ihre Anwendung wird anfangs auf wenige, einfache Nutzungsmöglichkeiten beschränkt bleiben, wie z.B. Treffpunkte abmachen, Termine abrufen, kurze Emails schreiben sowie andere einfache organisatorische Aufgaben. Apps und Weiterentwicklungen aktueller Unternehmensanwendungen könnten aber eines Tages dazu beitragen, dass auf Smartwatches auch komplexere Aufgaben bearbeitet werden können. Eine Revolutionierung des Arbeitsalltags ist dann nicht auszuschließen. Ich würde derzeit jedenfalls nicht gegen die Smartwatch als künftiges Businesstool wetten.

Momentan ist die Smartwatch für die meisten IT-Teams noch kein Thema. Aus einer Unified Endpoint Management-Perspektive heraus betrachtet stellen die smarten Uhren aber eine Erweiterung von BYOD dar. Als solche benötigen sie einen gewissen Level an Management, Updates und Sicherheit als Teil einer Unified Endpoint-Lösung. Dies wird besonders dann von Bedeutung sein, wenn auf den Geräten auch die Bearbeitung komplexerer Aufgaben möglich wird und somit das Volumen und der Wert der Daten, die auf den Smartwatches gespeichert werden, steigen.